Nirgendwo gibt es so viele Sterne-Köche wie im Schwarzwald. Über 350 Restaurants der Ferienregion zwischen Pforzheim und Basel, Rhein und Nagold, Kaiserstuhl und Schwäbischer Alb sind in den aktuellen Gourmet- und Gastroführern mit Sternen, Hauben, Diamanten, Feinschmecker-Symbolen oder Kochlöffeln ausgezeichnet.

Was macht die Region so einzigartig?

Schwarzwald-Panorama

Schwarzwald-Panorama

Der Schwarzwald ist sonnenverwöhnt. Die Region im Südwesten Deutschlands genießt in der Oberrheinebene umgeben von den bewaldeten Hügeln und der Nähe zu den Vogesen eine geschützte Lage. Das Klima ist warm und sonnenreich, die Gegend um den Kaiserstuhl gilt gar als die wärmste Region Deutschlands. Der Badische Wein, Obst und Gemüse gedeihen hier prächtig und bringen die Zutaten für die berühmte Schwarzwälder Küche hervor. Sie vereint badische, schwäbische, elsässische und Schweizer Elemente zu einer besonderen Einheit mit einem hohen Anspruch an frische Zutaten aus heimischer Produktion.

Kulinarische Köstlichkeiten ­­– schmecken auch zu Hause!

Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte

Die wohl berühmteste Speise ist die Schwarzwälder Kirschtorte mit ihrem markanten Kirschwasser-Aroma. Das deftige Gegenstück ist der geräucherte Schwarzwälder Schinken, der zusammen mit einem ofenfrischen Bauernbrot zu jedem zünftigen Vesper gehört oder auch perfekt zu Spargel passt. Aber es geht auch leichter zu: Die Schwarzwälder lieben zum Beispiel Suppen in vielen Variationen wie Hühner- und Rinderkraftbrühen mit Flädle, Nudeln oder Spätzle veredelt und Gemüsesuppen je nach Saison. Eine regionale Besonderheit sind die sogenannten Straußenwirtschaften. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, stecken die Badener (Wein-) Bauern buntgeschmückte Reisigbesen aus. Das ist die Einladung in die Straußwirtschaft, auf den Hof oder ins Wohnzimmer. Ausgeschenkt wird, was im eigenen Weinberg wächst, und serviert, was Küche, Keller und Räucherkammer hergeben.

Schwarzwälder Vesper

Schwarzwälder Vesper

Gütesiegel sorgen für Transparenz bei Qualität und Ausrichtung

Wer bei der Fülle des Angebots Orientierung für die Auswahl des richtigen Lokals sucht, ist mit einigen Hilfen gut beraten.

  1. Grundsätzlich deuten Gasthöfe mit Namen wie Zum Löwen, Zum Ochsen, Zum Adler usw. auf bodenständige Küche hin, denn sie leben häufig seit Jahrhunderten vor allem von einheimischen Gästen.
  2. Das Label Schwarzwald – Echte Gastlichkeit steht für Betriebe, die sich mit traditionellen Rezepten und Schwarzwälder Ambiente in besonderer Weise zur Region bekennen.
  3. Eine weitere Initiative ist Schmeck den Süden: Die beteiligten Betriebe lassen sich jährlich überprüfen. Das Angebot reicht von bodenständiger Hausmannskost bis hin zu feinster, kreativer Regionalküche. Die ausgezeichneten Betriebe erkennt man je nach Grad der regionalen Ausrichtung an ein bis drei „Schmeck-den-Süden-Löwen“.

Und noch ein Tipp für die Anreise: Die Bahn bietet mit dem RIT-Schwarzwald-Ticket eine preiswerte Möglichkeit für Urlauber aus ganz Deutschland an. Für € 138,00 incl. Umwelt-Plus (CO2-neutral) kann man alle Züge der DB (incl. ICE) ohne Zugbindung von jedem Bahnhof in Deutschland nutzen. Einzige Voraussetzung: Die RIT-Fahrkarte gibt es ausschließlich in Verbindung mit der Buchung eines touristischen Arrangements im Schwarzwald mit mindestens einer Übernachtung.

Vor Ort empfiehlt es sich, den Gastgeber nach der KONUS-Gästekarte zu fragen, ein Freifahrtticket für Busse und Bahnen in der gesamten Ferienregion.

Appetit bekommen? Dann üben Sie doch am besten schon mal das Küchen-ABC des Schwarzwalds: Apfelküchle sind im Fett gebackene Äpfel im Hefemantel, Bibbelekäs ist eine besondere Frischkäsezubereitung, Brägele sind Bratkartoffeln und Bubespitzle sind die Schwarzwälder Form der italienischen Gnocchi. Also warum in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah…?

Schlemmen im Schwarzwald
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