Von Hann.-Münden, dem Ursprung der Weser, bis zur Mündung in die Nordsee verläuft der Weser-Radweg auf insgesamt 500 Kilometern durch abwechslungsreiche Landschaft. Wer viel Zeit hat, kann den größten deutschen Fluss von der „Quelle“ bis zur Mündung erfahren, wer es etwas eiliger hat, sucht sich reizvolle Teilstücke des bestens erschlossenen und vielfach ausgezeichneten Radwegs aus oder macht auch nur mal eine Tagestour im Mühlenkreis unweit der Porta Westfalica oder durch das Weserbergland.

Blick auf Bad Karlshafen © Kurverwaltung Bad Karlshafen

Blick auf Bad Karlshafen © Kurverwaltung Bad Karlshafen

Die Oberweser verläuft von Hann.-Münden im Süden von Niedersachsen durch das märchenhafte Weserbergland mit seinen kulturell spannenden Weserrenaissance-Schlössern, Burgen und liebevoll restaurierten Fachwerkstädten. Landschaftlich reizvoll zeigt sich die Solling-Vogler-Region. Der Solling ist ein stark bewaldetes Mittelgebirge des Weserberglands, das mit dem kleineren und weniger hohen Mittelgebirgszug Vogler den Naturpark Solling-Vogler bildet.

Highlights im Weserbergland

Bodenwerder-Polle
Burgruine Polle © InfoZentrale Weser-Radweg

Burgruine Polle © InfoZentrale Weser-Radweg

Ein schöner Stopp entlang der Flussroute ist Bodenwerder-Polle, die Stadt des Lügenbarons von Münchhausen und der zauberhaften Märchenfigur Aschenputtel. Beiden Figuren sind kleine Museen mit Aufführungen in den Sommermonaten gewidmet.

Weserrenaissance-Schloss Hämelschenburg
Auf dem Weser-Radweg bei Minden © InfoZentrale Weser-Radweg

Auf dem Weser-Radweg bei Minden © InfoZentrale Weser-Radweg

Das vollständig erhaltene Schloss Hämelschenburg gilt als ein Hauptwerk der Weserrenaissance und ist mit seinen besonderen Anlagen unbedingt sehenswert. Zur Besichtigung finden von April bis Oktober tägliche Führungen statt. Einen schönen Abschluss bietet das Schlosscafé mit Gartenbewirtung.

Fachwerkstadt Rinteln

Rund 50 km weiter Richtung Norden zeigt sich Rinteln mit seiner schönen Altstadt, die sich mit Erkern, Welschen, Giebeln, Fächerrosetten, Voluten, Gesimsen und viel Fachwerk schmückt. Zur Einstimmung kann man auch einen virtuellen historischen Stadtrundgang machen. Tipp zur Abwechslung: Eine Draisinentour! Von Rinteln geht es auf dem 1817 erfundenen Schienenfahrrad durch das Extertal bis nach Alverdissen auf der 18 km langen Strecke der historischen Extertalbahn, gemütliche Picknick-Stops inklusive.

Schöner Mühlenkreis Minden-Lübbecke

Weiter nördlich beginnt auf der Höhe der Porta Westfalica der Mühlenkreis, benannt nach den 43 restaurierten Wind-, Wasser- und Rossmühlen und Deutschlands einziger mahlfähiger Schiffmühle. Hier gibt es insgesamt 300 km ausgeschilderte Radwege, zum einen entlang des Weser-Radwegs, aber auch durch das Wiehengebirge, durch Moor- und Ackerbaulandschaften, zu hübschen Dörfern und lebendigen Kleinstädten Westfalens. Tipp: Einen ofenfrischen Butterkuchen in einem der Mühlenhäuser zum Knacken und Rauschen der Mühlenflügel genießen!

Porta Westfalica

Die Porta Westfalica – die Westfälische Pforte – ist ein Taleinschnitt zwischen Weser- und Wiehengebirge, durch den die Weser in die norddeutsche Tiefebene fließt. Der Ort mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg hat aufgrund seiner zentralen Lage historisch immer eine Rolle gespielt und ist noch heute ein Knotenpunkt für viele Wander-, Pilger- und Radwege. Der Weser-Radweg verändert hier sein Aussehen mit der zunehmend offeneren Landschaft Richtung Norden. Heute bietet die Stadt einen angenehmen Boxen-Stopp mit herzlicher Gastfreundschaft in dörflicher Atmosphäre.

Und wer hier am Ende des Weserberglands noch nicht genug vom Leben auf zwei Rädern hat, der radelt einfach weiter – über die Mittelweserregion, zur Unterweser-Landschaft, zur Außenweser bei Bremerhaven, bis man im Watt von Cuxhaven landet…

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