Die Sicherheit bei einer Radreise

Bevor man auf den Sattel steigt und sich auf große Tour begibt, sollte man sein Rad auf Sicherheit prüfen. Doch welcher Drahtesel ist überhaupt geeignet, um mit ihm längere Strecken zu bewältigen? Wer gerne Rad fährt, der sollte bei der Anschaffung nicht unbedingt sparen. Die Schnäppchen aus dem Baumarkt können sich schnell als Sicherheitsrisiko herausstellen, wenn die Bremsen versagen, der Lenker bricht oder die Kette reißt. Qualität hat natürlich auch beim Bike ihren Preis, doch die Anschaffung lohnt sich.

Auch das beste Rad muss regelmäßig gewartet werden, damit die Leuchten, Bremsen und Reifen die größtmögliche Sicherheit bieten. Wer das nicht selbst machen will, kann sein Bike natürlich in eine Fahrradwerkstatt bringen.

Das Verletzungsrisiko als Fahrradfahrer sollte man nicht unterschätzen, immerhin hat man keine Verkleidung aus Blech um sich herum, sondern ist bei einem Unfall der Umgebung schutzlos ausgeliefert. Ein Crash mit einer Motorhaube oder Straßenlaterne kann leicht zu einem Schädelbruch führen, den man mit einem einfachen Helm, etwa von www.fahrradhelm.org, ganz leicht verhindern kann. Mittlerweile tragen die meisten Kinder einen Helm, doch viele Erwachsene sind noch echte Helmmuffel. Das muss sich ändern.

2016 wurden mehr als 14.000 Radfahrer im Straßenverkehr schwer verletzt, beinahe 400 wurden getötet. Neben einem Helm gehören feste Kleidung mit Reflektoren und festes Schuhwerk unbedingt zu einer sicheren Radtour dazu. Auch eine angepasste Fahrweise, etwa bei feuchtem Untergrund, kann Leben retten.

In aller Kürze, Sicherheit auf dem Rad:

  • Ein gutes Fahrrad verwenden.
  • Das Rad regelmäßig warten.
  • Einen Helm und feste Kleidung tragen.
  • Angepasst fahren.

Die schönsten Radtouren in Deutschland

Es gibt zahlreiche, sehr gut ausgebaute und beschilderte Fernwege in Deutschland, die mit mehreren zehntausend Kilometern Länge von den Stränden Sylts bis hinab zu den Felswänden der Zugspitze reichen. Hier ist wirklich für jeden Radsportler die passende Strecke dabei.

Radfernweg Berlin – Usedom

Die Hauptstadt ist laut und überfüllt, da zieht es den Berliner schon mal auf die Insel, am liebsten nach Usedom. Dorthin kommt er auf einer wenig hügeligen Strecke leicht mit dem Drahtesel und muss dabei 337 Kilometer überwinden. Der Radweg führt durch beschauliche Kiefernwälder, vorbei am Schiffshebewerk Niederfinow, dem Kloster Chorin und der Stadt Prenzlau mit ihren auffälligen Backsteinfassaden. Eine vorausschauende Bevorratung ist einzuplanen, denn es gibt nicht überall der der Strecke Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten.

  • Die Radstrecke Berlin-Usedom ist 337 km lang.
  • Es gibt nur leichte Steigungen zu überwinden.
  • Es weht meist mäßiger Wind.
  • Insgesamt gibt es 7 Etappen.
  • Übernachtungen sollten im Voraus geplant werden.
  • Es findet sich immer ein Bahnhof in der Nähe (maximal 45 Minuten entfernt).

Von der Quelle bis zur Mündung: der Elberadweg

Wer lieber an die Nordsee fahren möchte, kann dafür den beliebtesten deutschen Radweg nutzen: den Elberadweg. Von seinen 1260 Kilometern liegen 840 in Deutschland, der Rest kann im schönen Tschechien beradelt werden, wo das mythische Riesengebirge auf Besucher wartet. Hier in Rübezahls Reich kann man den Ursprung der Elbe besuchen, die aus mehreren Quellen auf über 1386 Metern entspringt, und sich mit einer kleinen Münze etwas Glück erkaufen. Von dort aus geht es entlang des faszinierenden Elbsandsteingebirges, das in jedem Fall eine ausführliche Pause zum Wandern wert ist, vorbei an den Städten Dresden, Wittenberg, Magdeburg und Hamburg schlussendlich bis zur Elbmündung nach Cuxhaven. Man kann also der Elbe über ihren gesamten Verlauf hinweg folgen und am Ende die schöne Nordsee besuchen. Überall an der Strecke gibt es Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Möglichkeiten zum Einkaufen.

  • Der Elberadweg ist 1260 Kilometer lang.
  • Er führt von der Quelle der Elbe bis zu deren Mündung.
  • Es sind mäßige Steigungen zu bewältigen.
  • Für die gesamte Strecke sollte man etwa 14 Tage einplanen, man kann jedoch auch nur einzelne Etappen befahren.

Der beliebteste Radweg der Welt: der Bodensee Radweg

Auch im Süden Deutschlands finden sich tolle, ausgebaute Radwege, die zu Entspannung und körperlicher Ertüchtigung einladen. Besonders beliebt ist der Bodensee Radweg, der Besucher aus ganz Europa magisch anzieht. Mehr als 220.000 Radfahrer sind hier jedes Jahr unterwegs, das sind mehr als auf jedem anderen Radweg der Welt.

Die 260 Kilometer, die um den See führen, sind von sehr sportlichen Fahrern an einem Tag zu bewältigen, doch viel schöner ist es, sich ausgiebig Zeit zu lassen und den schönen See und seine Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe zu entdecken. So lässt sich die Strecke in Etappen aufteilen, die sich bequem bewältigen lassen. Bei der Reise von Lindau nach Rorschach durchquert man sogar drei Länder an einem Tag.

Es gibt viel zu sehen rund um den schönen Bodensee, vom mittelalterlichen Stadtkern in Konstanz bis zur faszinierenden Natur mit ihrer beeindruckenden Bergkulisse.

  • Der Bodensee Radweg ist der beliebteste Radweg der Welt.
  • Die 260 Kilometer werden jedes Jahr von 220.000 Radfahrern bewältigt.
  • Die Strecke führt durch drei Länder.
  • Man ist hier bestens auf den Radreisenden eingestellt:
    von Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu Restaurants und Imbissen ist alles zu finden.
Deutschland mit dem Bike erkunden, aber sicher – die besten Ziele
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